Superfoods – täglich auf dem Teller

Wir sind, was wir essen. Eine Erkenntnis, so einfach, so simpel, wie sie nur sein kann.

Je mehr Superfoods, desto mehr Superkräfte.

Mir ist klar geworden, dass unsere Mahlzeiten die entscheidenden Momente im täglichen Leben sind. Mit dem, was wir Tag für Tag in uns schaufeln, lenken wir maßgeblich unsere Zukunft – Krankheit oder Gesundheit, Zufriedenheit oder Unglücklichsein, Müdigkeit oder Frische, Trägheit oder Fitness. Es ist unsere Entscheidung, ob wir unsere Abwehrkräfte durch zu viel prozessiertes Essen, Cholesterin, Transfette, raffinierten Zucker, Alkohol, Zigaretten usw. schwächen und unserem Körper damit alle Kräfte nehmen, oder ob wir unsere Nahrung als Investition in unsere Gesundheit betrachten.

Denn der Körper verfügt auf seinem Weg für ein gesundes und glückliches Leben über wahre Wunderwaffen – ohne der richtigen Munition sind sie aber nutzlos.

 

Superfoods für Glück und Gesundheit – was täglich auf dem Teller landen sollte


 

Nur wer seinen Körper regelmäßig und konsequent mit dem wirklich guten Zeug füttert, wird auch längerfristig davon profitieren. Sich einmal im Monat über Oma’s Kohlrouladen drüber zu trauen und dann wieder guten Gewissens dem Schnitzel mit Pommes zuzuwenden, wird’s also nicht wirklich bringen. Aber vielleicht kann man als ersten Schritt mal das Sellerieschnitzel probieren und einen Salat dazu bestellen. Nach und nach wird man sich daran gewöhnen, vor jeder Mahlzeit noch einmal kurz inne zu halten und zu überlegen, wie man diesen Teller noch ein Stück gesünder machen könnte. Und zwar durch diese Perlen aus der pflanzlichen Küche (angelehnt an die Daily Dozen – von Dr. Greger entwickelt, der seine Arbeit z.B. in diesem Video präsentiert):

 

HÜlsenfrüchte

 

 

 

 

Hülsenfrüchte sind viel zu seltene Gäste in unseren Küchen und deswegen sollten wir uns was schämen, denn sie sind das sprichwörtliche Gold im Mund! Sie schützen unser Herz, indem sie den Cholesterinspiegel nachweislich senken. Dies wurde bereits in mehreren Studien bewiesen, so auch in dieser, wo man einer Testgruppe von Personen mit erhöhten Cholesterinwerten 8 Wochen lang täglich einen halben Becher gekochte Bohnen vorsetzte. Nach der Behandlung waren die Cholesterinwerte um 6% gesunken und damit das Risiko, an Herzkrankheiten zu erkranken, um 12% verringert. Hört sich nicht viel an, ist aber in Anbetracht der häufigsten Todesursache (Herzinfarkt) von sehr großer Bedeutung. Und da dem Herzinfarkt eine jahrelange Entstehungsgeschichte von Arterienverkalkung vorausgeht und schon in jungen Jahren seinen Ursprung nimmt, ist es nie zu früh für den Bohnenkonsum!

 

Obst

 

 

 

Die Union of Concerned Scientists übt schwere Kritik an der westlichen Ernährung: Wenn der durchschnittliche Amerikaner nur eine Portion mehr Obst oder Gemüse am Tag zu sich nehmen würde, würde das für das Gesundheitssystem in den USA 30.000 weniger Todesfälle und 5 Milliarden weniger Gesundheitskosten pro Jahr bedeuten. Warum? Allem voran weil Obst und Gemüse den Cholesterinspiegel und damit den Ursprung der häufigsten Todesursachen senken. Außerdem haben die in Obst und Gemüse enthaltenen Sekundären Pflanzenstoffe, die oft für die bunten Farben von Pflanzen verantwortlich sind, wahre Zauberfähigkeiten: Sie sind antithrombotisch (und beugen damit Herzinfarkt und Schlaganfall vor), antientzündlich und antioxidativ (und beugen damit Gelenkserkrankungen, neurologischen Erkrankungen und sogar Krebs vor). Womit nur ein Teil ihrer Kräfte genannt wären. Man muss den Körper nur oft genug damit füttern.

Beeren

Den süßen Superfoods habe ich bereits am Valentinstag eine Liebeserklärung geschrieben, hier zu lesen. Ihr hoher Anteil an Antioxidantien schützt uns ebenfalls vor Gefäßkrankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall (Platz 2 auf der schwarzen Liste) und so ganz nebenbei auch vor einer winterlichen Rotznase durch ihren Immunsystem-Boost.

 

Gemüse

 

 

 

Kohlgemüse

Kohl als Super- Superfood steht im Kampf gegen den Krebs an vorderster Front. Oder zumindest sollte er das, oft wird er aber eher nur als unbeliebter Außenseiter aus der Ferne beäugt. Schade, denn er hat sich in zahlreichen Studien (zu lesen in meiner Kohl Challenge) nicht nur in der Senkung des Risikos an verschiedenen Krebserkrankungen zu erkranken, sondern auch in der tatsächlichen Behandlung von Krebs als erfolgsversprechend erwiesen.

Blattgemüse

Spinat, Mangold, Kohl – sie alle sind kleine Helden in der Küche und finden viel zu selten Platz auf unseren Tellern! Der hohe Anteil an Carotinoiden in grünem Blattgemüse wird mit einer Reduktion der Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, in Verbindung gebracht. Und genauso, wie die bunten Farbpigmente in Früchten, hat es auch das grüne Chlorophyll in Blattgemüse ganz schön in sich. Denn abgesehen von seiner antioxidativen Wirkung und der Fähigkeit, Zellen vor malignen Mutationen zu bewahren, kann es sogar die Aufnahme von kanzerogenen Substanzen in den Blutstrom verhindern.

Ganz unabhängig von einer täglichen Portion Kohl und Blattgemüse wie Spinat, sollten auch noch zwei weitere Portionen Gemüse am Plan stehen. Zum Beispiel indem man zwischendurch mal eine Karotte, Gurke oder Paprika knabbert. Denn Studien zufolge bewirkt der gesteigerte Konsum von Gemüse eine Senkung des Blutdrucks und hat gefäßschützende Eigenschaften, was wiederum die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, senkt.

Lein

 

 

 

 

Auch Leinsamen haben eine Blutdruck-senkende Wirkung und die damit in Verbindung stehenden Vorteile. Doch was an den kleinen Samen besonders bemerkenswert ist, ist ihr Potenzial im Kampf gegen Brustkrebs. Der regelmäßige Konsum von Leinsamen kann nicht nur die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, senken, er kann sogar das Tumorwachstum von bereit bestehendem Krebs reduzieren. Wow! Grund genug, die kleinen Power Bomben über das morgendliche Frühstück zu streuen! Aber bitte geschrotet, damit der Darm sie auch verarbeiten kann!

 

Nüsse

 

 

 

 

Wer gern Nüsse nascht, hat sich einen Schulterklopfer verdient, denn sie gehören zu den gesündesten Snacks, die eine Naschlade bieten kann.

Der regelmäßige Konsum von Nüssen senkt ebenfalls das Risiko, an Krebs, Herzleiden, Diabetes und Gefäßverkalkung zu erkranken. Und falls man sich jetzt Sorgen wegen des hohen Fettanteils macht: Überschüssiges Hüftgold kommt nicht vom Nüsse naschen, denn Studien zufolge führt der zusätzliche Konsum von Nüssen nicht zu Gewichtszunahme, erhöhtem Körperfett oder größerem Hüftumfang.

 

Gewürze

 

 

 

 

Spice up your life! Beim Kochen darf ruhig großzügig mit Gewürzen umgegangen werden – vor allem mit Kurkuma! Dieses knallig gelbe Gewürz schützt nämlich vor erhöhtem Blutdruck und Cholesterin und liefert erstaunliche Ergebnisse in der Behandlung von Alzheimer. Tolles Zeug!

 

Vollkorn

 

 

 

 

Haferflocken statt Schoko-Crunchie, Naturreis statt weißem, Vollkornbrot statt Baguette… Auf das ballaststoffreiche Vollkorn umzusteigen ist wirklich easy und lohnt sich! Denn die darin enthaltenen Mikronährstoffe schützen unsere Blutgefäße vor Verkalkung und unsere Herzen und Gehirne vor Folgeschäden.

 

In diesem Sinne:

~ Stay healthy, liebe Leser! ~

 

 

 

2 Replies to “Superfoods – täglich auf dem Teller”

  1. Ein toller Post, sehr informativ! Leider schaffe ich es viel zu selten, dass genug dieser Zutaten es täglich auf meinem Teller schaffen – daran muss ich definitiv arbeiten 🙂
    Liebste Grüße, Natascha von SJMB

    1. Vielen Dank! Und ja, so gehts mir leider auch oft – vor allem neben dem Arbeiten 🙂
      Und Kompliment zu eurem Blog, sehr hübsch! Werde öfters mal vorbei schauen 🙂 Lg Valerie

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